Hat man sich nach dem üblichen, langen Vorlauf für eine Maßnahme entschieden, wird lange damit gewartet den Erfolg zu überprüfen. Warum tut man das nicht von Anfang an und dann kontinuierlich? Das ist natürlich möglich, sogar beim Coaching. Dies erscheint vielen als Tabubruch des Vertrauensklimas zwischen Coach und Coachee.
Das Ziel und die dafür notwendige Veränderung sollte im Fokus stehen und nicht die Planung der Maßnahmen!
Die Herausforderung ist Menschen zu bewegen, sie zu motivieren, sie darin zu unterstützen sich zu ändern und Strategien für ein anderes Verhalten zu erarbeiten. Das können Seminare nur begrenzt.
Verständnis von Veränderungsprozessen
Veränderungs- oder Changeprozesse sind für mich als systemische Zusammenhänge aufgrund ihrer „menschlichen“ Komplexität nicht mechanistisch steuerbar. Es gibt fest definierbare Phasen, Instrumente für Analysen und die Beteiligung von Betroffenen sowie die Evaluation. Ein Grossteil des Prozesses muss jedoch innerhalb gewisser Leitplanken immer wieder nachgesteuert werden. Da kommt es auf geistige und emotionale Flexibilität, Psychologie, Kreativität, Erfahrung und die innere Haltung an.
Meine Leitlinien für den Prozess:
- Veränderungen sind nützlich, wenn sie einen Unterschied zum Vorher machen.
- Der Unterschied muss passend sein (Kultur, Umwelt, Fähigkeiten).
- Neuerungen brauchen das richtige Maß an Aufmerksamkeit, um von den „Umsetzern“ für notwendig und nützlich gehalten zu werden.
- Wenn es gut und dauerhaft werden soll, braucht es seine Zeit und die Unterstützung der richtigen Personen.
- Betroffene sollten zu Beteiligten gemacht werden. Diese wissen oft am besten, was sie wirklich weiterbringt.
- Spaß fördert Lern- und Umsetzungsbereitschaft.
- Pragmatismus zählt mehr als Show.